Zu dieser Ausstellung
Seine Gestaltungs- und
Ausdrucksmittel sind anspruchsvoll,
seine Motive reich an Witz und
tiefgründigen Bezügen.
Der Düsseldorfer Künstler
Werner Reuber
(Jg. 1947), an der
Kunstakademie Düsseldorf in den
70er Jahren Meisterschüler des
international hochgeschätzten
Ohne Titel (2004). Motiv der Einladungskarte - (Original-Serigraphie)
Gerhard Richter, hat sich in den letzten Jahren neben der Malerei zunehmend
auf den großformatigen Holzschnitt, die technisch komplexe Serigraphie,
auf Radierungen und keramische Arbeiten konzentriert und sich figuren- und
beziehungsreich dem Geschlechter-Verhältnis gewidmet.

Unter dem Titel „Männer und Frauen – Treiben und Verweilen“ zeigt der
Kunstverein Borken – artline und mehr e.V. im Stadtmuseum Borken bis zum
9. Januar ein lebhaftes Panorama von Reuber-Werken.

Während Werner Reuber in seinen übergroßen, teils 2 Meter hohen Holz-
schnitten das Individuum losgelöst von allem Alltag in seiner Grundexistenz,
hineingeworfen in eine mythische, bisweilen märchenhafte oder archaische
Welt und Natur zeigt, schöpft er bei seinen Serigraphien aus dem großen
Fundus der antiken Mythologie, der Kunstgeschichte, christlichen Tradition
und Gegenwartserfahrung und entwickelt eine eigene Symbol- und
Metaphernsprache, um „Gärten der Lüste“, „Geschichtenlandschaften“ und
andere dionysisch-erotische Bildwelten zu realisieren. Seine künstlerischen
Kommentare sind dabei stets ironisch, manchmal bissig, aber immer auch
voll heiterer und lebensfroher Elemente.

Die Ausstellung ist gleichsam Teil einer Trilogie „Von Männern und Frauen“,
die in Kooperation mit dem Kunstmuseum Alte Post, Mühlheim/Ruhr
und der Galerie AvantgArt zu Heimbach/Eifel realisiert wurde.
Die Variierung der Untertitel zeigt an, dass an den beteiligten
Ausstellungsorten unterschiedliche Akzente gesetzt wurden: um „Halbe
Wahrheiten“ ging es in Mühlheim, „Am Rande der Zeit“ bewegte sich
die Präsentation in Heimbach. Keineswegs am Rande der Zeit bewegt sich
der Kunstverein Borken, der als dritter Partner daran mitwirkte, einen gut
ausgestatteten Ausstellungskatalog zu realisieren. Damit liegt die erste
Publikation vor, die der noch recht junge Verein mit auf den Weg gebracht hat.
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